F1: Regionalliga – neue Chance für den VVS
Eigentlich war die Geschichte nach der vergangenen Saison bereits erzählt: Nach dem direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga sollte es für die F1 des VV Schwerte nach nur einer Spielzeit wieder zurück in die Oberliga gehen. Doch dann kam alles anders. Durch die Auf- und Abstiegsregelungen der Regionalliga wurde noch ein Platz frei – und als erster sportlicher Absteiger durfte der VV Schwerte diesen Platz übernehmen.
Damit bleibt die F1 auch in der Saison 2026/27 Teil der Regionalliga West und bekommt eine zweite Chance, sich in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse zu behaupten.
Die Freude über den Verbleib in der Liga wurde allerdings von einem personellen Umbruch begleitet. Gleich mehrere Spielerinnen verabschiedeten sich nach der vergangenen Saison aus unterschiedlichen Gründen. Mittelblockerin Leonie Brinker ist inzwischen Mutter geworden, Nele Hoja konzentriert sich auf ihr Studium und Clara Wulff verbringt nach ihrem Abitur ein Auslandsjahr. Auch Anna Sause, die das Team in der vergangenen Saison dankenswerterweise aufgrund von Verletzungsausfällen unterstützt hatte, steht diesmal nicht mehr zur Verfügung. Auch Libera Malin Laubner verabschiedet sich zunächst aus der Halle und möchte sich künftig stärker auf den Beachvolleyball konzentrieren. Kapitänin Lea Hagemeister kämpfte sich nach ihrer schweren Verletzung Anfang des Jahres wieder zurück aufs Feld. Dabei wird sie dem Team aus persönlichen Gründen in dieser Saison nicht dauerhaft zur Verfügung stehen. Auch neben dem Feld gibt es Veränderungen: Scout Tobias Windscheif verabschiedet sich aus dem Team und übernimmt künftig eine Trainerrolle beim Nachbarn SC Hennen.
Trotz der Abgänge darf sich die F1 über einige interessante Neuzugänge und Rückkehrerinnen freuen. Auf der Liberaposition kommt Leonie Köhler vom Oberligateam des USC Münster. Nachdem es sie privat ins Ruhrgebiet verschlagen hat, möchte sie nun beim VVS in der Regionalliga angreifen. Mit Jule Mantsch kommt außerdem eine Spielerin für die Außenposition hinzu, die insbesondere im Beachvolleyball auf eine erfolgreiche Jugendzeit zurückblicken kann. Nach einer Leistungssport-Pause hat sie nun wieder Lust, die Volleyball-Schuhe zu schnüren und für den VVS aufzuschlagen. Für Erfahrung sorgen zwei weitere Neuzugänge: Stefanie Herkelmann kehrt nach mehreren Jahren zurück nach Schwerte. Die Libera bringt sowohl Regionalliga- als auch Drittligaerfahrung mit. Katharina Pietrek feiert nach einer Babypause ihr Comeback und möchte das Team, wann immer es möglich ist, auf der Annahme-Außen-Position unterstützen.
An der Seitenlinie bleibt Til Kittel weiterhin als Headcoach verantwortlich. Co-Trainer Constantin Limpinsel tritt etwas kürzer, wird das Team aber weiterhin von der Seitenlinie aus begleiten. In den vergangenen Wochen wurde die Mannschaft zudem von Marco Bendig unterstützt, der bereits als Trainer im Verein aktiv ist. Auch Lennart Klauke und Thies Lenzing bringen sich in die Vorbereitung und Betreuung des Teams ein. Teammanagerin Magdalena Stolz bleibt der F1 ebenfalls erhalten und sorgt weiterhin als gute Seele im Hintergrund dafür, dass neben dem Spielfeld alles läuft.
Nun wartet erneut eine Regionalliga-Saison mit zwölf Mannschaften und insgesamt 22 Spieltagen. Neben einigen bekannten Gegnern trifft die F1 auch auf neue Gesichter. Mit dabei sind unter anderem VoR Paderborn, VV Humann Essen, TuS Herten, TVA Hürth, TV Ehrenfeld und RSV Borken II. Neu in dieser Konstellation sind unter anderem der VC Eintracht Geldern, SV Blau-Weiß Sande und STV Hünxe.
Die Saison erstreckt sich von Mitte September bis Ende März. Am Ende gibt es erneut einen direkten Aufsteiger, ein Team erhält die Chance auf die Relegation zur 3. Liga, während vier Mannschaften direkt absteigen.
Für den VV Schwerte geht es damit in eine Saison, die nach dem überraschenden Verbleib in der Liga vielleicht etwas anders beginnt als ursprünglich erwartet. Mit einem veränderten Kader soll nun die zweite Chance genutzt werden.
Der Auftakt lässt dabei nicht lange auf sich warten: Am Samstag, den 19. September, geht es für die F1 zum MTV Köln. Die Mannschaft freut sich auf eine neue Regionalliga-Saison und darauf, gemeinsam mit ihren Fans wieder #HerzschlagVolleyball zu erleben.