Ein Kampf bis zum letzten Punkt: F1 sieht gegen TuS Herten
Zurück zu News

Ein Kampf bis zum letzten Punkt: F1 sieht gegen TuS Herten

Was für ein Krimi in der Alfred-Berg-Sporthalle! In einem umkämpften Fünf-Satz-Spiel setzte sich die erste Mannschaft des VV Schwerte am Sonntag, den 18.10.2026 gegen den bis dahin ungeschlagenen TuS Herten durch. Vor zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern, darunter auch lautstark unterstützende Gästefans, bewiesen die Schwerterinnen einmal mehr Nervenstärke und sicherten sich mit einem 3:2-Erfolg die ersten Punkte gegen den langjährigen Regionalligisten.

Dabei erwischte der VVS zunächst einen guten Start. Mit druckvollem Spiel setzten sich die Schwerterinnen früh auf 6:2 ab. Doch Herten ließ sich davon nicht beeindrucken und kämpfte sich insbesondere mit starken Aufschlägen immer wieder heran. Das eigene Aufschlagspiel der Gastgeberinnen blieb dagegen zu unkonstant, um sich frühzeitig abzusetzen. So entwickelte sich ein umkämpfter erster Durchgang, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. In der entscheidenden Phase hatte Herten jedoch einige erfolgreiche Aktionen mehr auf seiner Seite und sicherte sich den Satz mit 25:20.

Die passende Antwort folgte prompt: Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Schwerterinnen von Beginn an deutlich druckvoller und fanden in allen Spielelementen zu ihrem Rhythmus. Mit konsequenten Angriffen und einer stabileren Gesamtleistung setzte sich der VVS zunehmend ab und ließ den Hertenerinnen nur wenig Raum, ins Spiel zu finden. Auch der Versuch des TuS, zum Satzende noch einmal heranzukommen, änderte nichts mehr am verdienten 25:18-Satzerfolg für Schwerte.

An diese Leistung wollten die Gastgeberinnen im dritten Satz anknüpfen. Ganz so souverän gelang das allerdings nicht. Erneut entwickelte sich ein enges Spiel mit langen Ballwechseln, in dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Beim Stand von 18:18 schien weiterhin alles offen, ehe Herten auf 21:18 davonzog. Doch die Schwerterinnen gaben sich nicht geschlagen. Ein Wechsel auf der Zuspielposition brachte neue taktische Impulse, bevor Britt Heisler mit ihrer Einwechslung beim Stand von 20:22 aus Schwerter Sicht entscheidend zur Aufholjagd beitrug. Punkt für Punkt kämpfte sich der VVS zurück – mit druckvollen Aufschlägen, aufmerksamer Feldabwehr und großem Einsatz in den langen Ballwechseln. Beim Stand von 24:22 war die Spannung in der Halle kaum zu überbieten. Schließlich setzte sich Annahme-Außen Jule Mantsch mit einem Angriff gegen den Hertener Dreierblock durch und machte den knappen 25:23-Satzerfolg perfekt. Damit war der erste Punkt gegen den Tabellenzweiten bereits gesichert.

Die Euphorie hielt allerdings nicht lange an. Im vierten Satz fanden die Schwerterinnen in keiner Phase zu ihrer vorherigen Leistung zurück und hatten gegen die lautstark auftretenden Hertenerinnen zunehmend Schwierigkeiten. Der TuS nutzte die Schwächephase konsequent aus und entschied den Durchgang mit 25:13 deutlich für sich. Damit musste erneut der Tiebreak entscheiden.

Und wenn es in dieser Saison einen Satz gibt, in dem sich die Schwerterinnen besonders wohlfühlen, dann ist es offenbar der fünfte. Bereits zum dritten Mal in ihrem fünften Saisonspiel ging es für den VVS in den Entscheidungssatz – und bislang hatten die Schwerterinnen jedes Mal die Nase vorn. Mit diesem Selbstvertrauen starteten sie in den Tiebreak, mussten zunächst jedoch den Hertenerinnen den Vortritt lassen. Der TuS spielte seine Qualitäten aus und lag beim Seitenwechsel mit 8:5 vorne. Doch Aufgeben war keine Option. Mit druckvollen Angriffen und einer starken Feldabwehr arbeiteten sich die Gastgeberinnen Punkt für Punkt zurück. Beim Stand von 11:11 war der Ausgleich geschafft, ehe Schwerte in der Schlussphase endgültig das Momentum auf seine Seite zog. Schließlich war es die spätere MVP Britt Heisler, die den entscheidenden Satzball zum 15:12 verwandelte und damit den umjubelten 3:2-Heimsieg perfekt machte.

Mit dem Erfolg gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenzweiten belohnten sich die Schwerterinnen. Gleichzeitig zeigte die Partie, dass trotz des wichtigen Sieges noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist.
Headcoach Til Kittel zog nach dem Spiel ein pragmatisches Fazit: „Das war doch ganz ordentlich.“ Dinge zum Üben gebe es immer, ergänzte er, doch die Mannschaft habe an diesem Sonntag eine gute Leistung aufs Feld bringen können.

Nach dem kräftezehrenden Fünf-Satz-Krimi steht für den VVS zunächst ein spielfreies Wochenende an, um durchzuatmen und neue Kraft zu tanken. Lange dauert die Pause allerdings nicht: Am Samstag, den 31. Oktober, geht es um 19 Uhr mit dem nächsten Heimspiel gegen den TV Ehrenfeld weiter. Und wie könnte es anders sein – natürlich erneut vor heimischer Kulisse in der Alfred-Berg-Sporthalle.

Für den VVS spielten: Leonie van Well, Alina Hustadt, Leonie Köhler, Ilona Raschin, Stefanie Herkelmann, Sarah Müller, Jule Mantsch, Jana Zedler, Britt Heisler, Katharina Pietrek, Pia Scholte, Lotta Kohlbürger und Alina Westerhoff mit Til Kittel, Constantin Limpinsel, Lennart Klauke und Thies Lenzing.

Ein Kampf bis zum letzten Punkt: F1 sieht gegen TuS Herten — VVS Volleyball