Bittere Niederlage im Tiebreak – F1 unterliegt Paderborn nach Volleyball-Krimi
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Bittere Niederlage im Tiebreak – F1 unterliegt Paderborn nach Volleyball-Krimi

Mit einer denkbar knappen 2:3-Niederlage beim Tabellennachbarn aus Paderborn ist die erste Frauenmannschaft des VVS Schwerte in die Rückrunde gestartet. Nach 2 Stunden und 11 Minuten hochklassigem Volleyball mussten sich die Schwerterinnen geschlagen auf die 107 Kilometer langen Heimreise begeben.

Dabei stand die Partie von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen. Aufgrund einer nicht optimalen Vorbereitung mit nur einer Trainingseinheit unter regulären Hallenbedingungen sowie den Ausfällen von Außenangreiferin Nele Hoja und Mittelblockerin Leonie Brinker reiste das Trainerduo Til Kittel und Constantin Limpinsel lediglich mit einem 12er-Kader an.

Der erste Satz entwickelte sich sofort zu einem offenen Schlagabtausch. Zwar erwischte Paderborn den besseren Start, doch Schwerte arbeitete sich Punkt für Punkt heran und übernahm in der Crunchtime erstmals die Führung (22:21). Ein taktisch kluger Doppelwechsel auf der Zuspiel-Diagonal-Achse brachte zusätzliche Durchschlagskraft, sodass der VVS den Satz nach dramatischer Verlängerung mit 28:26 für sich entschied.

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild, allerdings diesmal mit dem besseren Ende für die Gastgeberinnen. Paderborn schlug enorm druckvoll auf, Schwerte fand keinen Zugriff und lief ständig einem kleinen Rückstand hinterher. Folgerichtig ging der Satz mit 25:20 an die Ostwestfälinnen.

Der dritte Satz bot Volleyball auf höchstem Regionalliga-Niveau. Beide Teams schenkten sich nichts, lange Ballwechsel und spektakuläre Abwehraktionen bestimmten das Geschehen. Vor allem die Schwerter Zuspielerin Alina Hustadt, später zur MVP ihres Teams gewählt, setzte mit starken Aufschlägen wichtige Akzente. In einem hochspannenden Finish behielt der VVS mit 25:23 die Oberhand und ging erneut in Führung.

Doch wie schon im zweiten Satz konnte der VVS diesen Schwung nicht mitnehmen. Der vierte Durchgang wurde zum Déjà-vu: Paderborn setzte sich früh ab, vor allem die gegnerische Diagonalangreiferin, Kapitänin und spätere MVP Senta Barke, stellte die Schwerter Abwehr immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Mit 25:20 glichen die Gastgeberinnen erneut aus. Der Tiebreak musste entscheiden.

Wie schon im Hinspiel entwickelte sich der fünfte Satz zum echten Krimi. Diesmal startete Schwerte jedoch mutig und entschlossen, erspielte sich mit druckvollen Aufschlägen und stabiler Blockarbeit eine 3-Punkte-Führung zum Seitenwechsel. Dann jedoch der Schock: Kapitänin Lea Hagemeister verletzte sich und musste das Feld verlassen. Der Rhythmus ging verloren, Paderborn witterte seine Chance und nutzte jede Unsicherheit konsequent. Trotz eines aufopferungsvollen Kampfes unterlag der VVS am Ende unglücklich mit 12:15.

Trainer Til Kittel zeigte sich nach der Partie zwiegespalten: „Natürlich tut so eine Niederlage im Tiebreak extrem weh, vor allem wenn man so nah am Sieg war. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft. Trotz der schwierigen Vorbereitung und der Ausfälle haben wir hier über zwei Stunden auf absolutem Augenhöheniveau gespielt. Das zeigt, dass wir in der Regionalliga angekommen sind.“

Am Ende bleibt für Schwerte ein Punkt und die Erkenntnis, dass man auch auswärts beim direkten Konkurrenten bestehen kann. Das Match war ein würdiges Duell zweier Tabellennachbarn, mit dem glücklicheren Ende für Paderborn.

Nun gilt der Fokus dem kommenden Wochenende, wenn der VVS Schwerte die SG Langenfeld zum Heimspiel empfängt. Und vor allem gilt: Gute Besserung an unsere Lea!

Für den VVS spielten: Lea Hagemeister, Leonie van Well, Alina Westerhoff, Britt Heisler, Alina Hustadt, Malin Lauber, Jana Zedler, Sarah Müller, Carla Brücher, Illona Raschin, Clara Wulff und Pia Scholte mit Til Kittel und Constantin Limpinsel.

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